Haus A

Einfamilienhaus auf kleinem Grundstück im Freiburg-Herdern

Situation

Das Vorhaben ist ein Musterfall der Nachverdichtung in vorhandenem Baubestand unterschiedlichen Alters: im Süden und Osten sanierte Gebäude aus der Wende 19./20. Jahrhundert, im Norden und Westen Bauten der sechziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Nördlich des Grundstücks verläuft der Philomene-Steiger-Weg als  Fußweg von der Stadt- zur Urbanstraße.

Konzept

Der Neubau basiert auf einem nicht vollständig ausgefüllten Quadrat von 12 x 12 m Seitenlänge und rückt bis auf 1,50 m an den Philomene-Steiger-Weg, auch damit auf der Südseite noch etwas Freifläche bleibt. Es ergeben sich zwei „öffentliche“ Seiten im Osten und Norden, die mit nur wenigen kleinen Fenstern und dem Hauseingang bewußt geschlossen wirken, während die West – und Südseite „privat“ sind, was in der Gestaltung der Außenwände mit großen Fenstern und vorgehängten Fassadenplatten zum Ausdruck kommt.

Grundrisse

Das Erdgeschoss bildet den „öffentlichen“ Bereich, im Obergeschoss liegen die eher privaten Räume. Das Gefälle des vorhandenen Geländes ermöglicht einen großen Hobbyraum mit natürlicher Belichtung von Westen im Untergeschoss. Die Aufenthaltsräume beider Geschosse orientieren sich nacgh Süden und Westen; im Norden udn  Osten ligen die vertikale Erschließung und die Sanitärräume, unter denen im Untergeschoss der Haustechnikraum liegt.

Materialien

Fenster, Rollläden, Wände und Decken sind weiß; gemauerte Wände haben einen Kalkputz mit Kalkglätte. Sie sind mit einer Dispersionssilikatfarbe gestrichen. Alle Böden sind mit Material ohne sichtbare Fugen belegt: mittelgrauer Kugelgarn in allen Aufenthaltsräumen, hellgrauer Spachtelboden in Sanitärräumen, Küche und Eingangsbereich.

Technik

Das Haus erfüllt den KfW-40-Standard mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf dem Flachdach, Fußbodenheizung und kontrollierter Lüftunsganlage mit Wärmerückgewinnung. Die Zuluft wird über ein im Arbeitsraum verlegtes 30 m langes Rohr temperiert (im Sommer gekühlt, Im Winter erwärmt).  Die Technik soll ergänzt werden durch eine Photo-Voltaik-Anlage.

 

Planung 2004-2005 Baubeginn 2017 Fertigstellung Frühjahr 2018